Der Bildhauer Kassian Erhart mit Musikern des „Tiroler Ensemble für Neue Musik”
Diskussion um Mundstücke
Bildhauer Kassian Erhart, ORF-Techniker Johann Soukup
Mato Santek, Hannes Mariacher, Steffan Becker
Diskussion um Mundstücke
Bildhauer Kassian Erhart, ORF-Techniker Johann Soukup
Mato Santek, Hannes Mariacher, Steffan Becker
Die Musiker tauschen ihre Instrumente gegen Materialien aus der Schmiedewerkstatt. Anhand der vorliegenden Partitur erfinden, konstruieren und designen die Musiker gemeinsam mit dem Schmied Josef Niederbacher ihr Instrumentarium: dieses reicht von unterschiedlichen Rohren, Metallstangen und Blechen über Schweißgeräte, Draht-Violinen und Draht-Harfen, Amboss und Fässer bis hin zu tonnenschwere Hämmer.
Ausführende/ Instrumente:
ticom – Tiroler Ensemble für Neue Musik
Elisabeth Nicolussi – Mezzosopran
Angelika Hensler – Alt
Elisabeth Zeller – „Harfe I”
Christine Köck – „Harfe II”
Andras Borgo – „Violine”
Ferdinand Köck – „Flöte”
Hannes Mariacher – „Saxohpon”
Helmut Sprenger – „Klarinette”
Luca Palmisano _ „Posaune”
Gerhard Gruber – Perkussion I
Andreas Schiffer – Perkussion II
Günther Zechberger – Komposition, musikalische Leitung
Josef Niederbacher – Schmied
Samstag, 06.09.1997, Schmiedewerkstatt Josef Niederbacher, Imst:
Instrumentenbau und erste Proben
Sonntag, 07.09.1997, Schmiedewerkstatt Josef Niederbacher, Imst:
Proben
17:00 Uraufführung mit ORF Tirol Live-Mitschnitt
1. Mai 1999
Schmied: Josef Niederbacher
ticom – Tiroler Ensemble für Neue Musik, Ltg. Günther Zechberger
Organisation: Burgi und Hans Neuschmid
14. Juni 2005
Hauptschule Matrei am Brenner
K3 – das etwas andere Kunstprojekt an der Hauptschule Matrei
6-Kanal Klanginstallation auf der Basis des Programmes „copperwire“ von Dr. Martin Parker /Edinburgh erarbeitet von Schülern der Hauptschule Matrei, Hauptschule Steinach und Hauptschule Gries am Brenner.
Eröffnung: Dienstag, 14. Juni, 16:00
Workshop
Schülerkompositionen
Ausstellung
Konzert
in der Spitalskirche Lienz
Raumkomposition für Mezzosopran, Flöte, Saxophon, Bassklarinette, Posaune, Tuba und Perkussion.
Der Aya Irini / Irenenkirche in Istanbul gewidmet.
Uraufführung 1998 in Interaktion mit Mehrfach-Diaprojektionen von Gerald Nitsche in der Irenenkirche / Aya Irini Istanbul
Ausführende:
Elisabeth Nicolussi (Mezzosopran), Ferdiand Köck (Flöte), Hannes Mariacher (Saxophon), Helmut Sprenger (Bassklarinette),
Mato Santek (Posaune), Karlheinz Siessl (Tuba), Gerhard Gruber (Perkussion), Günther Zechberger (Leitung)
Moulin Rouge:
was übrig bleibt:

publiziert in:
Raoul Schrott, DADA 21/22, Musikalische Fischsuppe mit Reiseeindrücken
Haymon-Verlag Innsbruck, 1988
ISBN 3-85218-037-6
maggi on Aug 1, 00 at 2:03pm
„ ……
Then there is the eerie memory of the Yerebatan Cistern in Istanbul, an underground water collection cavern dating back to the 6th century. The haunting sounds of music („tangenten“ for alto, subbassrecorder, flute, saxophone,violine, trombone, percussion and Cistern – composed by Günther Zechberger specifically for this location, based on the echoing effects of the cistern), puntuated by the dripping of the water was truly the most exotic and unique musical experience we have ever had.”
aus: Fodor’s Travel

Raumkomposition für Alt- und Kontrabassblockflöte, Violine, Flöte, Saxophon, Posaune und Perkussion
– der Zisterne „Yerebatan Sarayi“ in Istanbul gewidmet
Yerebatan Sarayi:
Wasserspeicher für den Großen Palast. Unter Kaiser Justinian im 6. Jahrhundert erbaut. 138 Meter lang, 65 Meter breit.
Das Gewölbe wird von 336 acht Meter hohe Säulen getragen.
„Tangenten“ ist die bislang erste und einzige Komposition, die für diesen faszinierenden Raum geschrieben wurde.
Uraufführung in Interaktion mit Mehrfach-Diaprojektionen von Gerlad Nitsche:
Istanbul, Yerebatan Sarayi 1994

Ausführende:
ticom – Tiroler Ensemble für Neue Musik
Angelika Hensler (Alt, Kontrabaßblockflöte)
Andras Borgo (Violine)
Ferdinand Köck (Flöte)
Hannes Mariacher (Saxophon)
Mato Santek (Posaune)
Gerhard Gruber (Percussion)
Günther Zechberger (Leitung)
Ausschnitte aus den Tangenten:
„Kadenz für Kontrabaßblockflöte“ aus den Tangenten

Aufnahmen:
Jeder Stein, jeder Fels hat auch eine klangliche Identität – eine Klangseele.
In nahezu fünf Jahren Arbeit hat der Bildhauer Kassian Erhart nahezu zwanzig Steinskulpturen geschaffen, die das Instrumentarium für die „Lithophonie“ bilden. Skulpturen, die um eine wesentliche Dimension erweitert wurden – sie können zum Klingen gebracht werden.
Sämtliche Klangskulpturen sind aus tiroler Gestein gefertigt:
Granit – Gneis – Amphibolit – Marmor
Der Komponist Günther Zechberger war von Anbeginn an der Entwicklung und Entstehung dieser Klangskulpturen beteiligt.
Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist eine Komposition für ein archaisch anmutendes Klangmaterial, für ein vermeintlich unmusikalisches Instrumentarium – eine Komposition für die Klangskulpturen von Kassian Erhart – „Lithophonie“.
Insbesondere die Vielfalt der Klangskulpturen als auch die Komposition „Lithophonie“ sind dafür verantwortlich, daß dieses musikalische Projekt ein weltweites Unikat darstellt.
„Lithophonie“ auf den Klangskulpturen von Kassian Erhart wird von Musikern des „Tiroler Ensemble für Neue Musik“ aufgeführt.
Aufführungen:
Aufnahmen:
Live-Mitschnitt der Uraufführung am Skulpturenfeld Fuchsmoos am 22.08.1998
Tonmeister: Bernhard Triendl
→ zur Videodokumentation (Piller)
Links zu Bild und Klang:
→ Instrumentenbau
→ Komponisten am Skulpturenfeld Fuchsmoos
→ Vorbereitung zur Aufführung in der Jesuitenkirche Innsbruck
→ „Bongos” (Bild & Ton)
→ „Geige” (Bild)
→ „Harfe” (Bild)
→ Helm (Bild & Ton)
→ Klangschale (Bild & Ton)
→ Panflöte (Ton)
→ „Posaune” (Bild & Ton)
Die Verwendung der Notenschrift, in rund 1000 Jahren parallel zu unserer Kunstmusik entwickelt, galt lange Zeit als Privileg, bestimmten Gesellschaftsschichten und bestimmter Musik vorbehalten. Als Zeichen einer nonverbalen Sprache ist unsere Notenschrift mittlerweile am Ende ihrer Entwicklung angelangt, sie funktioniert nahezu perfekt und ist mit Sicherheit Teil unserer höchsten Kulturgüter. Entwickelt wurde die Notenschrift nicht zuletzt aus dem Bedürfnis, Musik wiederholbar zu machen und es mutet fast zynisch an, daß die musikalische Entwicklung bedingt durch technischen Fortschritt die absolut idente Wiederholbarkeit in einem Bereich der Musik realisiert hat, in dem Notation nur noch eine Randerscheinung ist – nämlich in der elektroakustischen Musik, die in diesem Jahr gerade 50 Jahre alt wurde.
Notation als Erscheinungsform von Zeichen/Sprache bleibt das zentrale Thema des gemeinsamen Projektes mit Lore Heuermann. Komponierte und somit notierte Musik wird von den Musikern des Tiroler Ensemble für Neue Musik“ in Klang umgesetzt, vom Zeichen zur Sprache verwandelt. Lore Heuermann wird in Echtzeit auf 7 Meter langen Papierrollen grafisch auf die Sprache“ reagieren und diese wieder zu Zeichen machen. Sprache“ ist nun in einem weiten Sinn zu verstehen, da Lore Heuermann nicht nur auf die Sprache Klang reagiert, sondern sehr wohl auch auf die aufführungsbedingten Bewegungen, also die Körpersprache der Musiker. Die dabei entstehende Kalligrafik ist das Resultat aus akustischer und optischer Wahrnehmung, Emotionalität, Intelektualität und handwerklichem Können.
Somit schließt sich in diesem Projekt nur scheinbar ein Kreis – scheinbar, da es sehr wohl denkbar ist, die kalligrafischen Arbeiten von Lore Heuermann in Klingendes, also Musik, zurück zu verwandeln, wegen der Komplexität der kalligrafischen Arbeiten jedoch nicht die musikalischen Ergebnisse in die idente Notenschrift.
05. September, Skulpturenfeld Fuchsmoos
Lore Heuermann – Günther Zechberger – ticom, Tiroler Ensemble für neue Musik
Tänzerin: Sabine Sonnenschein
Musiker: ticom – Tiroler Ensemble für Neue Musik
→ zur Fotodokumentation Wien
→ zur Fotodokumentation im Alten Stadthaus Berlin (Probe)
→ zur Fotodokumentation im Alten Stadthaus Berlin (Aufführung)
→ zur Videodokumentation PantaRhei Wien II
→ zur Videodokumentation Panta Rhei Berlin