Notationen – Berlin, Aufführung

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Lore Heuermann, Günther Zechberger: Panta Rhei – Notationen

Probe im Alten Stadthaus Berlin, 01. September 2000

Lore Heuermann: Kalligrafie
Sabine Sonnenschein: Tanz
ticom – Tiroler Ensemble für Neue Musik:

Angelika Hensler (Blockflöten), Petra Stump (Bassklarinette), Stefan Becker (Saxophon), Ferdinand Köck (Flöte), Karlheinz Siessl (Tuba), Günther Zechberger (Leitung)

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Notationen – Berlin, Probe

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Lore Heuermann, Günther Zechberger: Panta Rei – Notationen

Probe im Alten Stadthaus Berlin, 31. August 2000

Lore Heuermann: Kalligrafie
Sabine Sonnenschein: Tanz
ticom – Tiroler Ensemble für Neue Musik:

Angelika Hensler (Blockflöten), Petra Stump (Bassklarinette), Stefan Becker (Saxophon), Ferdinand Köck (Flöte), Karlheinz Siessl (Tuba), Günther Zechberger (Leitung)

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Notationen

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Lore Heuermann, Günther Zechberger
Performance – Kalligrafik – Musik

Die Verwendung der Notenschrift, in rund 1000 Jahren parallel zu unserer Kunstmusik entwickelt, galt lange Zeit als Privileg, bestimmten Gesellschaftsschichten und bestimmter Musik vorbehalten. Als Zeichen einer nonverbalen Sprache ist unsere Notenschrift mittlerweile am Ende ihrer Entwicklung angelangt, sie funktioniert nahezu perfekt und ist mit Sicherheit Teil unserer höchsten Kulturgüter. Entwickelt wurde die Notenschrift nicht zuletzt aus dem Bedürfnis, Musik wiederholbar zu machen und es mutet fast zynisch an, daß die musikalische Entwicklung bedingt durch technischen Fortschritt die absolut idente Wiederholbarkeit in einem Bereich der Musik realisiert hat, in dem Notation nur noch eine Randerscheinung ist – nämlich in der elektroakustischen Musik, die in diesem Jahr gerade 50 Jahre alt wurde.

Notation als Erscheinungsform von Zeichen/Sprache bleibt das zentrale Thema des gemeinsamen Projektes mit Lore Heuermann. Komponierte und somit notierte Musik wird von den Musikern des Tiroler Ensemble für Neue Musik“ in Klang umgesetzt, vom Zeichen zur Sprache verwandelt. Lore Heuermann wird in Echtzeit auf 7 Meter langen Papierrollen grafisch auf die Sprache“ reagieren und diese wieder zu Zeichen machen. Sprache“ ist nun in einem weiten Sinn zu verstehen, da Lore Heuermann nicht nur auf die Sprache Klang reagiert, sondern sehr wohl auch auf die aufführungsbedingten Bewegungen, also die Körpersprache der Musiker. Die dabei entstehende Kalligrafik ist das Resultat aus akustischer und optischer Wahrnehmung, Emotionalität, Intelektualität und handwerklichem Können.

Somit schließt sich in diesem Projekt nur scheinbar ein Kreis – scheinbar, da es sehr wohl denkbar ist, die kalligrafischen Arbeiten von Lore Heuermann in Klingendes, also Musik, zurück zu verwandeln, wegen der Komplexität der kalligrafischen Arbeiten jedoch nicht die musikalischen Ergebnisse in die idente Notenschrift.

05. September, Skulpturenfeld Fuchsmoos
Lore Heuermann – Günther Zechberger – ticom, Tiroler Ensemble für neue Musik

Notationen – Panta Rhei
Lore Heuermann, Günther Zechberger
Interaktion von Kalligrafie, Tanz und Musik in Wien und Berlin

Tänzerin: Sabine Sonnenschein
Musiker: ticom – Tiroler Ensemble für Neue Musik

  • Wien: Galerie Hofstätter, 11. bis 13. Juni 2000
  • Berlin: Altes Stadthaus Berlin, 1. September 2000

zur Fotodokumentation Wien
zur Fotodokumentation im Alten Stadthaus Berlin (Probe)
zur Fotodokumentation im Alten Stadthaus Berlin (Aufführung)
zur Videodokumentation PantaRhei Wien II
zur Videodokumentation Panta Rhei Berlin

Notationen – Original, Kopie und Interpretation
hidden museum / Fraxern, Vorarlberg
  • Notation – Original, Kopie: Günther Zechberger
  • Interpretation: Angelika Hensler, Kontrabassblockflöte

zur Fotodokumentation

Auszeichnungen, Aufträge

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1980 Kunstförderungspreis der Stadt Innsbruck

1981 Aufführungsempfehlung beim Wettbewerb „Musikprotokoll Steirischer Herbst 1981″ in Graz

1985 Preis für das beste Werk eines österreichischen Komponisten beim internationalen Kompositionswettbewerb anläßlich des 100.ten Geburtstages von Alban Berg in der Kategorie Streichquartett, Wien 1985

1989 Aufführungsempfehlung beim ersten Internationalen Kompositionswettbewerb für Gitarre – Kammermusik, Berlin 1989

1989 Auftragswerk des Landes Tirol, Konzert für Gitarre und Orchester

1991 Aufführungsempfehlung beim Internationalen Kompositionswettbewerb „Casinos Austria 1991“, „Hendekagon“ für Kammerorchester

1993 Auftragswerk des Bundesministeriums für Kunst, „die farbe der nacht“ für Altsaxophon, Posaune, Perkussion und UPIC

1995 Auftragswerk des Vereines „Avantgarde“ /Schwaz in Tirol, „affaires“ für Sopran, Flöte, Saxophone, Posaune, Akkordeon, Klavier, Perkussion und Tonband

2000 „unvergessen“ für Flöte, Baß-/Altklarinette und Klavier Auftragswerk des Vereines „Avantgarde“ /Schwaz in Tirol UA: HET – Trio Amsterdam, Wiederholung M-Trio Wien, Aufnahme BBC London mit dem HET-Trio Rundfunkaufnahme BBC-London mit dem HET-Trio (2001)

2001 „Emil Berlanda Preis“ der Tiroler Landesregierung für die Pflege der zeitgenössischen Musik gemeinsam mit dem von Zechberger 1984 gegründeten Ensemble ticom – Tiroler Ensemble für Neue Musik

2002 „… ein schwarzer hund flog krächzend durch die luft …“ – musikalische Interaktion mit der Architektur der Haller Altstadt für 13 Musiker und einen Schauspieler

2003 „traumfänger“ – Auftragswerk des „Vereines zur Förderung des Tiroler Ensembles für Neue Musik“

2004 Einladung zur Konzertserie „Begegnung mit Sofia Gubaidulina“ nach St. Gallen / Schweiz

2004 Auftragswerk „in Zwischenräume I“ für Posaune und Orgel

2024 Auftragswerk des TENM – Tiroler Ensemble für Neue Musik zu seinem 40-jährigen Jubiläum
„wo eine weise ist“ nach Texten aus [lebensregelnnebel] von Barbara Hundegger (Haymon Verlag)
für Sopran, Sprecher:in und Ensemble; UA am 01. Dezember 2024 in Vierundeinzig, Innsbruck mit dem TENM

2025/26 Auftragswerk von Osterfestival Tirol (Galerie St. Barbara)
„In der lichter werdenden Dunkelheit“ nach Texten aus dem Essay „Am Fuß einer Mauer“ von Asli Erdogan
in der deutschen Übersetzung von Oliver Kontny
für 8 Vokalstimmen (S,S,A,A,T,T,B,B)
Uraufführung im Rahmen des Osterfestival Tirol 2026 mit dem Vokalensemble THE PRESENT
27. März 2026, 19:30 Salzlager, Hall in Tirol